Burger Deluxe: Pulled Pork Sandwich (Foto: flickr/studiohzwei)

Story-Teller: Pulled Pork Sandwich

Wenn ich für ein Sandwich nach Feierabend noch durch die halbe Stadt fahre, muss es schon ein verdammt gutes Sandwich sein. Schließlich gilt der gemeine Berliner als faul und verlässt seinen Kiez nur ungern. Für das unglaubliche Pulled Pork Sandwich, das es in der Markthalle Neun gibt, habe ich aber eine Ausnahme gemacht.

Burger Deluxe: Pulled Pork Sandwich (Foto: flickr/studiohzwei)

Burger Deluxe: Pulled Pork Sandwich (Foto: flickr/studiohzwei)

Bevor ich mich zwei Monate lang für ein journalistisches Projekt im beschaulichen Offenburg eingenistet habe, hat mich ein Kollege in die Markthalle Neun geschleppt. Klingt irgendwie öde, dachte ich. Nix da! Tagsüber – logisch – Markthalle, jeden Donnerstag Abend zum Street Food Thursday ein Indoor-Gettogether für Foodies. Gute Stimmung, gute Leute, noch besseres Essen made in Berlin und Umgebung. Und von einem Stand wollte ich gar nicht mehr weg: Die Jungs und Mädels von Big Stuff Smoked BBQ bereiten das beste Pulled Pork Sandwich zu, das ich je gegessen habe. Mit Abstand! Butterzartes Fleisch, leicht scharfe Soße, kombiniert mit säuerlichen Äpfeln. Da kann selbst das Indian Road Café in New York, wo ich den gute Zeug zum ersten Mal probiert habe, nicht mithalten. Sorry!

So Kreuzberg: Der Street Food Thursday in der Markthalle Neun (Foto: flickr/salatwerkstatt)

So Kreuzberg: Der Street Food Thursday in der Markthalle Neun (Foto: flickr/salatwerkstatt)

Wie sie ihr Fleisch nun so verdammt zart bekommen, wollten sie mir nicht verraten. Mist aber auch. Also habe ich mich selbst dran versucht. Einfach, geschweige denn schnell, geht es nicht. Aber es lohnt sich. Versprochen! Ich meine – schaut doch mal:

Gebt mir mehr!!

Gebt mir mehr!!

Und wenn ihr mal nicht eben sechs Stunden Zeit habt – ihr wisst jetzt ja, wo ihr die schnelle Variante bekommt!

Zutaten: Für 6 Portionen Pulled Pork Sandwich

6 Hamburger-Buns

ca. 2,7 kg Schweineschulter

1 säuerlicher Apfel in Scheiben

nach Belieben Feldsalat, Ruccola oder Krautsalat

Für die Trocken-Marinade:

4 EL Paprikapulver

2 EL Zucker

2 EL gemahlener Knoblauch

1 EL Salz

1 TL Pfeffer

Für den Sud:

200 ml Weinbrandessig

200 ml Wasser

1 TL Salz

Für die BBQ-Soße:

250 g Ketchup

100 ml Wasser

30 g brauner Zucker

50 ml Apfelessig

1 EL Senf

eine Schalotte, fein gewürfelt

1 EL Zitronensaft

1 EL Worcestershire-Soße

1 EL Zuckerrübensirup

Salz und Pfeffer

Rezept: Warten, warten und dann noch ein bisschen warten

Am Vortag die trockene Gewürzmischung in das Fleisch einmassieren. Auch wenn es icht ganz einfach ist – sie muss wirklich gut einmassiert werden, samit sie ihr ganzes Aroma entfalten kann. Die Schweineschulter dann in einen Gefrierbeutel geben und bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Wichtig: Das Fleisch eine Stunde vor Bratbeginn aus dem Kühlschrank nehmen. Den Sud in eine Auflaufform gießen und das Fleisch hineinlegen. Eine Stunde lang braten lasen, danach die Temperatur auf 120 Grad senken. Zwischendurch das Fleisch in regelmäßigen Abständen mit dem Sud beträufeln. Für die BBQ-Soße alle Zutaten in einen Topf geben und ordentlich miteinander vermengen. Kurz aufkochen lassen, dann ca. 10 Minuten auf mittlerer Stufe kochen lassen, anschließend auf niedriger Temperatur für rund zweieinhalb Stunden köcheln lassen. Zwischendurch unbedingt umrühren, sonst brennt’s an! Am Ende der Garzeit das Fleisch kurz auskühlen lassen und mit zwei Fleischgabeln zu mundgerechten Stücken auseinander ziehen. Den restlichen Fleischsaft aus der Form darüber gießen. Puh, geschafft – jetzt könnt ihr euch nach Lust und Laune euer Pulled Pork-Sandwich zusammen bauen. Enjoy!Das Schweinefleisch in eine Auflaufform oder backofenfeste Pfanne in den Sud (Essig, Wasser, Salz) legen und den Rub auf dem Fleisch verteilen. Das Ganze 1 h bei 160°C in den Backofen schieben. Danach weitere 5h (bis das Fleich total zart ist) bei 120°C – immer wieder den Sud über das Fleisch löffeln. Ggf. Wasser nachschütten, wenn es zu sehr einkocht. Besser noch man verwendet einen Slow Cooker – bekommt man relitiv günstig und damit gehts total unkompliziert. In dem Fall sollte weniger oder gar kein Wasser verwendet werden. Jetzt ist genug Zeit, mit der Soße zu beginnen.

 

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3 Kommentare

  1. Seit ich einmal PP, zubereitet von (m)einem Grillweltweiuster gegessen habe, bin ich diesem Zeug auch verfallen. Deshalb zwei Fragen: 1. Wie lange bleibt das Fleisch im Ofen (6 Stunden, wie im text beiläufig erwähnt)? 2. Das ich das bei mir rebloggen, bittebittebitte?
    Gruß, Michael

    1. Hi Michael, das mit der Zeit ist tatsächlich sehr schwierig zu sagen. Mindestens sechs Stunden, eher sieben. Wenn genug Flüssigkeit vorhanden ist, kannst du es zur Sicherheit auch länger im Ofen lassen, ohne dass es trocken wird. Und natürlich darfst du’s rebloggen!
      Liebe Grüße!

  2. Hat dies auf michaelsblubberblog rebloggt und kommentierte:
    Nach einer so langen internet-losen zeit fällt es mir fast schon schwer wieder in den Blog(ger)alltag zurück zu finden, denn irgendwie ist so viel virtuell liegen geblieben. 😉

    Bei Durchsicht der Blogs, denen ich folge, bin ich dann auf diesen Beitrag gestossen, den ich Euch auf keinen Fall vorenthalten möchte, denn seit ich vor einiger Zeit einmal Grillweltmeister Camillos Pulled Pork probieren durfte, bin ich abhängig von dem Zeug und dieses Rezept scheint mir auch für Nicht-Profigriller geeignet. Ich werde es hoffentlich bald testen können und berichten. Falls mir jemand „zuvorkommt“ bitte ich um Feedback. 🙂

    CU

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