Geschmackloses Getränk, geschmackloses Date (Foto: flickr.com/cobaltfish)

Drink der Woche: Leitungswasser. Echt jetzt.

 

Letzte Woche habe ich euch bereits von dem schlechtesten Date aller Zeiten erzählt. Dachte ich zumindest. Denn es geht noch schlimmer. Wie das passieren konnte? Die Antwort gibts hier.
Geschmackloses Getränk, geschmackloses Date (Foto: flickr.com/cobaltfish)

Geschmackloses Getränk, geschmackloses Date (Foto: flickr.com/cobaltfish)

Ich hielt nicht viel von Online-Dating. Finden sich dort nicht nur die hoffnungslosen Fälle? Aber ich war seit knapp drei Jahren Single – viel hatte ich nicht zu verlieren. Und Bastians Profil haute mich um: Drei-Tage-Bart, sportlich, Werber, und dann auch noch der gleiche Lieblingsfilm: „The Big Lebowski“. Wir trafen uns in einer Studentenkneipe. Bastian saß schon an der Theke. Vor ihm: zwei Gläser Leitungswasser. Er begrüßte mich mit zwei flüchtigen Küsschen auf die Wange und schob mir eines der Gläser entgegen. Eine Prosecco wäre mir lieber gewesen – ich war wahnsinnig aufgeregt. Als ich dem Barkeeper winken wollte, legte er beschwichtigend seine Hand auf meine. „Es ist so: Ich mache jetzt schon seit ein paar Monaten Online-Dating. Und bis jetzt hat es nur Zeit und Geld gekostet. Deswegen habe ich ein System entwickelt, mit dem wir beide es uns ganz einfach machen können.“ Aha. Ein System also. „Pass auf: Wir quatschen ein bisschen und trinken das Wasser aus. Dann gehst du für drei Minuten auf die Toilette. Wenn ich den Abend weiter mit dir verbringen möchte, bleibe ich hier. Wenn nicht, gehe ich. Dann bist du an der Reihe – wenn du mich näher kennenlernen willst, kommst du nach den drei Minuten wieder aus der Toilette heraus. Wenn nicht, bleibst du eben drin. Ich nenne das die Drei-Minten-Regel. Wir wissen doch eh innerhalb weniger Momente, ob wir uns mit einem Menschen mehr vorstellen können oder nicht. Geil, oder?“ Ich zog eine Augenbraue hoch. „Danke, aber mir hat dieser Moment schon gereicht. Einen zweiten brauche ich nicht“. Ein paar Wochen später traf ich mich mit einer ehemaligen Kollegin auf ein Glas Wein. Sie: „Neulich hatte ich ein furchtbares Online-Date. Der Typ war ein Freak. Er hatte so ein System erfunden…die Drei-Minuten-Regel.“

Diesen Text habe ich im neuen Burda-Magazin „Get Lucky“ veröffentlicht. Mehr Infos und noch viel mehr Texte gibt’s hier.
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4 Kommentare

  1. O.M.G.! Schlechte Dates dank Online-Dating-Plattformen hatte ich zwar auch schon – auch eines, bei dem ich noch vor Ende des ersten Getränks gemerkt habe, dass das wohl eher Zeitverschwendung ist -, aber so was Dreistes hab ich bisher weder erlebt noch gehört! Ganz schön krass! Wenigstens machst du das Beste draus und verpackst es nett für uns 😉
    Liebe Grüße
    Julia

      1. Da hast du völlig Recht! Aber ich muss auch eine Lanze brechen für’s Online-Dating, denn immerhin habe ich mein Herzblatt schlussendlich auch darüber gefunden und bin seit über 5 Jahren sehr glücklich mit der Wahl 😉 Ich drück dir die Daumen!

  2. haha!
    SO schlecht finde ich diese Regel gar nicht – immerhin hat er Dir und vermutlich vielen anderen Frauen durch diese Regel oder noch besser durch das erzählen der Regel in den ersten 20 Sekunden viel Zeit und Nerven gespart 🙂

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